Filtrationsprinzipien
Bei
der
Filtration
unterscheidet
man
zwei
grundsätzliche
Filtrationsprinzipien,
die
Oberflächenfiltration
und
die
Tiefenfiltration
und
eine
Kombination
aus
beiden
Prinzipien,
die Kuchenfiltration.
Oberflächenfiltration
Ist
der
Partikeldurchmesser
der
abzufiltrierenden
Stoffe
größer
als
der
Porendurchmesser
des
Filtermediums,
so
werden
die
Partikel
allein
aufgrund
ihrer
Größe,
die
nicht
durch
die
Poren
passt,
zurückgehalten.
Der
Filter
hat
eine
geringe
Tiefe
und kann auch aus sehr dünnen Membranen bestehen.
Partikeldurchmesser > Porendurchmesser
Beispiele für Oberflächenfiltration:
- Membranfilter in der Analytik z.B. 0,45 µm
- Mikrosiebe
- Filterkerzen
- Tuchfilter
- Membranverfahren
- Feinfilter Hausinstallation (80 – 150 µm)
Tiefenfiltration
Ist
der
Partikeldurchmesser
kleiner
als
der
Porendurchmesser,
so
dringen
die
Partikel
in
die
Poren
ein.
Man
benötigt
zum
Abscheiden
der
Partikel
eine
Filterschicht
aus
geschütteten
körnigen
Materialien
mit
großer
Tiefe
(Schichthöhe),
in
der
die
Partikel
aus
der wässrigen Phase abgetrennt werden.
Partikeldurchmesser < Porendurchmesser
Da
die
Feststoffe
in
das
Filtermaterial
eindringen
und
über
die
Tiefe
abgetrennt
werden,
bezeichnet man dieses Verfahren auch als Tiefenfiltration (Raumfiltration).
Ein
Beispiel
natürlicher
Tiefenfiltration
ist
die
filtrierende
Wirkung
natürlicher
Bodenschichten,
die
man
zum
Beispiel
bei
der
Uferfiltratgewinnung
oder
in
Sickerbecken bei der Versickerung von Wasser ausnutzt.
Technisch
wendet
man
die
Tiefenfiltration
in
Langsamsandfiltern
und
in
Schnellfiltern
an
und
verwendet
dabei
geschüttete
körnige
Massen
als
Filtermaterial
(Kornmassenfilter),
wodurch sich ein durchlässiges Porensystem ergibt !
Dieses
Filtermedium
stellt
dabei
die
eigentliche
filtrierende
Schicht
dar.
Bei
der
Tiefenfiltration verwendet man in der Regel Schichthöhen von ca. 1-2 m.
Optimierungsziel: möglichst einen großen Bereich der Tiefe zur Filtration ausnutzen
Kuchenfiltration
Als
Kuchenfiltration
werde
alle
Verfahren
bezeichnet,
bei
denen
sich
auf
einer
Schicht
ein
Filterkuchen
anreichert,
der
dann
entweder
zusätzlich
zur
Partikelabtrennung
beiträgt
oder
die
eigentliche
filtrierende
Schicht
darstellt.
Die
Kuchenfiltration
stellt
ein
Kombination von Oberflächenfiltration und Tiefenfiltration dar.
Die
Bezeichnung
“dead
end“
bei
Membranverfahren
weist
auf
z.
B.
eine
kuchenbildende
Filtration hin.
Technische
Anwendung
findet
dieses
Prinzip
bei
der
Anschwemmfiltration,
bei
der
auf
ein
feines
Grundgerüst,
z.B.
Filterkerzen,
erst
mit
dem
Wasserstrom
ein
feinkörniges
Material
als
Filterkuchen
angeschwemmt
wird,
das
dann
die
eigentliche
filtrierende
Schicht bildet.
Diese
Filtrationsschicht
wird
bei
der
Spülung
der
Filter
vollständig
abgetragen
und
muss
vor Beginn eines neuen Filtrationszyklusses wieder neu aufgetragen werden.